Besuch des Chancel Choir of United Church of Chapel Hill aus North Carolina (25.06.2014)
Kirchenlieder mit einem Schuss Swing
Der großartige Beginn des Orgelsommers an der Peterskirche stand im Zeichen des Besuchs amerikanischer Freunde. Auf seiner Deutschland-Tournee machte der Chancel Choir of United Church of Chapel Hill aus North Carolina in Weinheim Station.
Chapel Hill hat 60 000 Einwohner und besitzt die älteste Universität der USA. Die Kirchengemeinde gehört der bundesweiten United Church oft Christ an, welche die Tradition der frühen Kirchen in New England und der deutschevangelischen Reform-Tradition, die im Bundesstaat Pennsylvania eine große Rolle gespielt haben, übernommen hat. Das Konzert bestritten der Gastchor und die Kantorei an der Peterskirche.
Mary Beth Petersen und Simon Langenbach erinnerten als Organisten daran, dass an der Peterskirche an diesem Abend der Orgelsommer begann. Der Chor der Kantorei unter der souveränen Leitung von Anne-Christine Langenbach stimmte mit „Cantate Domino“ vom zeitgenössischen Komponisten Vytautas Miskinis (1954) die vielen Besucher auf einen außergewöhnlichen Konzertabend ein. Es war ein Chorwerk jubelnder Gottesverehrung.
100 Sängerinnen und Sänger. Das Lied „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ von Johann Sebastian Bach (1685-1750), das Simon Langenbach an der Orgel begleitete, war bereits ein Hinweis auf die Vielseitigkeit dieses besonderen Konzertabends, an dem dann etwa 100 Sängerinnen und Sänger gemeinsam verkündeten „Gloria sei Dir gesungen“. Dann überließ Langenbach Jennifer Anderson vom Gastchor das Dirigentenpult. Der gemischte Chor stand bei dieser Darbietung im weiten Kirchenrund inmitten des Publikums und sang „Wake every breath and every string“ von William Billings. Diese Botschaft wurde von Mary Beth Petersen aufgenommen und mit der Orgelkomposition „Hallelujah Has Been Restored“ von Dan Locklair (1988) mit wilden Disharmonien auf einem breiten Bassfundament umgesetzt.
Buntes Tongemälde. Es folgte eine Reihe völlig unterschiedlicher Kirchenlieder, teils a cappella, teils mit Orgel- und Klavierbegleitung. So entstand ein buntes Tongemälde, das die ungezwungene, oft lebhafte und fröhliche Interpretation dieser Kirchenlieder vermittelte. Man hörte die rhythmisch betonte Komposition (John Gardener 1917-2011) „Fight The Good, Fight With Al Thy Might“ (Kämpft den guten Kampf mit aller Macht). Dass der Chor auch spanisch sang und mit Beth Aumann Visser eine Solistin mit strahlendem Sopran besitzt, merkte man bei „Esto les Digo“, einer Komposition tieferAndacht und Ergriffenheit von Kinley Lange (2001).
Der Psalm 150 wurde teils mit, teils ohne Text aber mit viel Dynamik vermittelt. Auch „Down To The River To Pray“ stammt aus dieser sakralen Liedtradition, bei der sich oft Chor und ein Solo abwechseln. Hier stand die Sopranistin Pamela Alberda im Mittelpunkt. Als sich Milo Freiling ans Klavier setzte, wurde diese Liedfolge auch mit Soli der Bässe Jack Allen und Andre Johnsen immer bunter und mündete in temperamentvollen Swing, wobei nicht nur der Chor sondern auch das Publikum kräftig mitklatschte.
Das African American Spiritual „Little Innocent Lamb“ (Kleines unschuldiges Lamm), „Followers Of The Lamb“ (Des Lammes Nachfolger) und Keith Hamptons „Praise His Holy Name“ (Lobet seinen Heiligen Namen) werden besonders in Erinnerung bleiben.
Abschließender Höhepunkt war noch einmal der gemeinsame Auftritt beider Chöre mit zusammen etwa 100 Sängerinnen und Sängern. Der Text des African American Spirituals „Walk In The Light“ (Wandelt im Licht), das André Thomas arrangiert hat, war wohl eine Verheißung für den gesamten Verlauf des Orgelsommers an der Peterskirche. Der Beifall war so herzlich und lang, dass dieses Lied als Zugabe noch einmal wiederholt wurde. h.t.
Mary Beth Petersen und Simon Langenbach erinnerten als Organisten daran, dass an der Peterskirche an diesem Abend der Orgelsommer begann. Der Chor der Kantorei unter der souveränen Leitung von Anne-Christine Langenbach stimmte mit „Cantate Domino“ vom zeitgenössischen Komponisten Vytautas Miskinis (1954) die vielen Besucher auf einen außergewöhnlichen Konzertabend ein. Es war ein Chorwerk jubelnder Gottesverehrung.
100 Sängerinnen und Sänger. Das Lied „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ von Johann Sebastian Bach (1685-1750), das Simon Langenbach an der Orgel begleitete, war bereits ein Hinweis auf die Vielseitigkeit dieses besonderen Konzertabends, an dem dann etwa 100 Sängerinnen und Sänger gemeinsam verkündeten „Gloria sei Dir gesungen“. Dann überließ Langenbach Jennifer Anderson vom Gastchor das Dirigentenpult. Der gemischte Chor stand bei dieser Darbietung im weiten Kirchenrund inmitten des Publikums und sang „Wake every breath and every string“ von William Billings. Diese Botschaft wurde von Mary Beth Petersen aufgenommen und mit der Orgelkomposition „Hallelujah Has Been Restored“ von Dan Locklair (1988) mit wilden Disharmonien auf einem breiten Bassfundament umgesetzt.
Buntes Tongemälde. Es folgte eine Reihe völlig unterschiedlicher Kirchenlieder, teils a cappella, teils mit Orgel- und Klavierbegleitung. So entstand ein buntes Tongemälde, das die ungezwungene, oft lebhafte und fröhliche Interpretation dieser Kirchenlieder vermittelte. Man hörte die rhythmisch betonte Komposition (John Gardener 1917-2011) „Fight The Good, Fight With Al Thy Might“ (Kämpft den guten Kampf mit aller Macht). Dass der Chor auch spanisch sang und mit Beth Aumann Visser eine Solistin mit strahlendem Sopran besitzt, merkte man bei „Esto les Digo“, einer Komposition tieferAndacht und Ergriffenheit von Kinley Lange (2001).
Der Psalm 150 wurde teils mit, teils ohne Text aber mit viel Dynamik vermittelt. Auch „Down To The River To Pray“ stammt aus dieser sakralen Liedtradition, bei der sich oft Chor und ein Solo abwechseln. Hier stand die Sopranistin Pamela Alberda im Mittelpunkt. Als sich Milo Freiling ans Klavier setzte, wurde diese Liedfolge auch mit Soli der Bässe Jack Allen und Andre Johnsen immer bunter und mündete in temperamentvollen Swing, wobei nicht nur der Chor sondern auch das Publikum kräftig mitklatschte.
Das African American Spiritual „Little Innocent Lamb“ (Kleines unschuldiges Lamm), „Followers Of The Lamb“ (Des Lammes Nachfolger) und Keith Hamptons „Praise His Holy Name“ (Lobet seinen Heiligen Namen) werden besonders in Erinnerung bleiben.
Abschließender Höhepunkt war noch einmal der gemeinsame Auftritt beider Chöre mit zusammen etwa 100 Sängerinnen und Sängern. Der Text des African American Spirituals „Walk In The Light“ (Wandelt im Licht), das André Thomas arrangiert hat, war wohl eine Verheißung für den gesamten Verlauf des Orgelsommers an der Peterskirche. Der Beifall war so herzlich und lang, dass dieses Lied als Zugabe noch einmal wiederholt wurde. h.t.
Weinheimer Nachrichten 28.06.2014