Die Hochzeit
Wir wünschen uns Gottes Segen für unsere Ehe
"Ja, wir trauen uns …" ein Leben lang als Ehepaar beieinander zu bleiben. Wo Christinnen und Christen diese Entschiedung treffen, können sie Gott um seinen Segen für ihre Liebe bitten. Nach einer standesamtlichen Eheschließung feiern wir mit euch einen Gottesdienst, in dem Gottes Segen für euch als frisch verheirates Ehepaar im Mittelpunkt steht.
Wie das Fest mit euren Gästen soll auch eure kirchliche Hochzeit ein besonderes Erlebnis werden. Dazu ist es wichtig, rechtzeitig gemeinsam zu planen.
Das beginnt beim Termin: Viele Hochzeiten finden samstags statt, sodass die Samstage − insbesondere im Sommerhalbjahr − rasch ausgebucht sind. Ferienzeiten sind zum Feiern besonders beliebt; aber auch in der Kirche werden sie für den Urlaub genutzt.
Wenn ihr rechtzeitig Kontakt aufnehmt, lässt sich euer Hochzeitstermin leichter einplanen. Gerade im Sommer ist z.B. die Peterskirche eine beliebte „Hochzeitskirche“. Auch in der Markuskirche und der Stadtkirche sind kirchliche Hochzeiten möglich. Vielleicht habt ihr einen Lieblingsort - auch hier ist eine kirchliche Trauung möglich.
Sobald ihr wisst, an welchem Tag ihr kirchlich heiraten wollt, nehmt bitte Kontakt mit dem Pfarramt auf. Hier erfahrt ihr, welche Tage und Uhrzeiten in dem „Wunsch-Zeitraum“ frei sind.
Über unser Pfarramt findet ihr Ansprechpartner*innen für die Planung eurer kirchlichen Hochzeit. Dort könnt ihr erste Fragen stellen, euren Hochzeitstermin vormerken lassen und einen Termin mit dem/der Pfarrer*in für ein Traugespräch vereinbaren.
Wenn ihr nicht in Weinheim eure kirchliche Hochzeit feiern möchtet, werden euch im Pfarramt gerne Kontakte zu weiteren Kirchengemeinden vermittelt. Wenn ihr aus anderen Zusammenhängen Kontakt zu ein*er Pfarrer*in, Diakon*in oder Prädikant*in habt, könnt ihr auch diese Person bitten, eure kirchliche Hochzeit zu leiten.
Im Traugespräch geht es zunächst einmal um euch: Eure ganz persönliche Geschichte, eure Beziehung, eure Zukunftspläne, eure Vorstellungen von der kirchlichen Hochzeit. Auch der Ablauf des Gottesdienstes, Mitwirkungsmöglichkeiten, Musik und Organisatorisches werden dabei besprochen. Falls nötig, sind auch mehrere Gespräche möglich.
Ja, ihr seid herzlich willkommen. Wenn ihr in der Umgebung wohnt, möchten wir euch bitten, euern/eure Gemeindepfarrer*in zu fragen, ob er/sie euch bei der kirchlichen Trauung begleitet.
Wenn ihr aus anderen Zusammenhängen Kontakt zu ein*er Pfarrer*in, Diakon*in oder Prädikant*in habt, könnt ihr auch diese Person bitten, eure kirchliche Hochzeit zu leiten.
Falls dies alles nicht möglich sein sollte, übernimmt gerne eine unserer Weinheimer Pfarr*innen.
Einige Wochen vor der Trauung trefft ihr euch u.a. zur Vorbereitung des Gottesdienstes mit dem/der Pfarrer*in, der/die den Gottesdienst mit euch feiert, zum Traugespräch. Dies dient dem persönlichen Kennenlernen, außerdem wird dabei der Ablauf besprochen.
Wenn ihr mögt, könnt ihr zu diesem Gespräch schon Ideen mitbringen: Welche Lieder sollen im Gottesdienst gesungen werden? Wer möchte sich im Gottesdienst mit Musik oder Textbeiträgen beteiligen? Auch über Ihren Trauspruch aus der Bibel können Sie sich gern schon im Vorfeld Gedanken machen. Eine breite Auswahl an Trausprüchen findet ihr auf www.trauspruch.de.
Der Dienst von Pfarrer*innen, Kirchenmusiker*innen und Kirchendiener*innen bei eurer kirchlichen Hochzeit ist (im Rahmen eines allgemeinen Standards) ein unentgeltlicher Service eurer Kirche für ihre Mitglieder.
Wenn ihr darüber hinaus Besonderes plant, können dafür Kosten anfallen (z. B. Reisekosten an andere Orte, Kosten für besondere musikalische Proben, für die Raumnutzung bei anschließenden Empfängen etc.). Wenn ihr einen besonderen Schmuck für eure Hochzeitskirche plant, gebt ihr diesen in der Regel selbst in Auftrag.
Zum christlichen Gottesdienst gehört es, die eigene Freude mit anderen zu teilen − auch über den eigenen Familien- und Freundeskreis hinaus. Deshalb werden am Ende eines Gottesdienstes Spenden für einen guten Zweck gesammelt. Bei eurer Hochzeit könnt ihr diesen Zweck mitbestimmen. Sprecht dies mit eurer/eurem Pfarrer*in ab.
Eine Hochzeit muss nicht teuer sein.
Wenn ein*e Partner*in der katholischen, der altkatholischen, der methodistischen Kirche oder der evangelischen Brüderunität angehört, gibt es in Baden die Möglichkeit einer ökumenischen Trauung. Sie wird von Pfarrer*innen beider Konfessionen gemeinsam geleitet und ist in den genannten Kirchen voll gültig.
Ihr könnt euch in diesem Fall auch entweder für eine evangelische oder für eine Trauung der anderen Kirche entscheiden. Dann erfolgt sie nach der Ordnung der Kirche, in der die Trauung stattfindet, und durch eine*n Pfarrer*in dieser Kirche.
Für gleichgeschlechtliche Paare besteht aufgrund der römischkatholischen Lehre nur die Möglichkeit einer evangelischen Trauung.
Wenn ein*e katholische*r Partner*in sich für eine evangelische Trauung entscheidet, benötigt diese Person eine Befreiung von der Pflicht, nach katholischer Ordnung zu heiraten, einen sogenannten Dispens. Diese Befreiung könnt ihr bei der katholischen Gemeinde eures Wohnorts beantragen.
Gehört ein*e Partner*in einer anderen christlichen Kirche als den genannten an, so muss die Möglichkeit einer gemeinsamen Trauung durch Pfarrer*innen beider Kirchen im Einzelfall besprochen werden. In jedem Fall ist eine evangelische Hochzeit möglich.
Auch wenn ein*e Partner*in keiner christlichen Kirche angehört, ist eine evangelische Hochzeit grundsätzlich möglich. Voraussetzung ist, dass diese*r Partner*in keine Bedenken gegenüber einem christlichen Gottesdienst hat.
Sprecht diese Fragen rechtzeitig in eurem Traugespräch an.
Ja, denn es ist eine schöne Möglichkeit, sich an die kirchliche Trauung zu erinnern. Fragen Sie im Pfarramt an.
Es gibt bei einer evangelischen Hochzeit vielfältige Mitwirkungsmöglichkeiten. Das beginnt beim Hereintragen der Trauringe und dem Geleit des Einzugs und hört beim gemeinsamen Singen noch lange nicht auf: Familienmitglieder oder Freund*innen können sich mit Gebeten und biblischen Lesungen beteiligen. Auch musikalische Beiträge sind möglich. Besprecht dies im Einzelnen in eurem Traugespräch.
Bei einer ökumenischen Hochzeit haben − wie bei der katholischen Trauung − die Trauzeug*innen die Aufgabe, nach der Trauung durch ihre Unterschrift ihre Zeugenschaft zu beurkunden.
Was das Schmücken der Kirche für eure Hochzeit, das Blumenstreuen zum Einzug etc. angeht, haben die Gemeinden unterschiedliche Gewohnheiten. Absprachen wegen des Zugangs zum Kirchenraum trefft ihr am besten in eurem Traugespräch.
Beim Fotografieren und Filmen sind zwei Gesichtspunkte wichtig: Einerseits gehören zu eurem besonderen Festtag Dokumente zur Erinnerung und zum Weitergeben an andere. Andererseits wird es im Hochzeitsgottesdienst für euch und eure Gäste emotionale und spirituelle Momente geben, bei denen ihr vor der Neugier anderer geschützt sein solltet.
Um eine gute Balance zwischen beidem zu finden, ist es hilfreich, im Traugespräch genau abzusprechen, durch wen, von wo und in welchen Momenten des Gottesdienstes Fotos und Videos aufgenommen werden können.
Vielleicht plant ihr nach eurer kirchlichen Hochzeit einen Sektempfang; vielleicht sorgen eure Gäste für Überraschungen vor der Kirchentür. Auch dafür ist eine rechtzeitige Absprache wichtig − insbesondere für Tage, an denen mehrere Hochzeiten stattfinden. Manche Gemeinden vermieten ihre Gemeindehäuser oder Foyers für solche Empfänge. Fragt im Traugespräch danach.
Musik spielt bei einem festlichen Hochzeitsgottesdienst eine wichtige Rolle. Viele Kirchen bieten mit ihrem raumfüllenden Orgelklang dafür ein besonderes Erlebnis. Aber auch eine andere instrumentale Begleitung ist denkbar. Gerne können Paare auch Musiker*innen mitbringen zu ihrem Hochzeitsgottesdienst.
Auch wenn manche mit dem Singen nicht vertraut sind: Es ist ein schönes Gefühl, sich in einer singenden Gemeinschaft zu erleben. Dafür eignen sich bekannte Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch oder aus dem Liederbuch „Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder“. Natürlich sind auch andere gesungene oder instrumentale Beiträge möglich. Deshalb stehen an vielen Stellen des Ablaufs einer Hochzeit musikalische Elemente. Sie müssen aber nicht alle wahrgenommen werden.
Am besten sprecht ihr die Frage der musikalischen Gestaltung im Traugespräch an.
Weitere Informationen findet ihr auch unter www.heiraten-in-der-kirche.de.
